Corona + die gemeinschaftsbildende Kraft der Kultur

14. Juli 2020 um 17:00 Uhr

Kuratiert von: @hires, Community Manager bei Edgeryders
Anmeldungslink: folgt
Wo wird die Session stattfinden: Wir werden euch ein paar Tage vor der Veranstaltung einen Link zu der Video-Konferenz zuschicken.


Zusammenfassung

Mit Corona stellt sich die Frage nach der Bedeutung bzw. der “Systemrelevanz” von Kultur in einer zunehmend kapitalistisch organisierten Gesellschaft erneut und mit neuerlicher Intensität. Kulturinstitutionen und -akteure waren die ersten, die durch COVID19 in den Lockdown gezwungen wurden. Und sie werden wohl die letzten sein, die wieder zum normalen Tagesgeschäft zurückkehren dürfen, und das, obwohl die staatlichen Hilfen hier vergleichsweise gering ausgefallen sind.

In drei virtuellen Sessions berichten Akteure aus unterschiedlichen kulturellen Feldern über ihre persönliche Erfahrungen mit Corona, welchen Herausforderungen sie sich als Veranstalter oder Künstler ausgesetzt sahen und welche kreativen Ansätze sie entwickelt haben, die Krise mit ihren eigenen Mitteln zu überwinden bzw zu gestalten.

In der ersten Session wollen wir die Akteure aus Deutschland zusammenbringen und zum Austausch miteinander anregen. Für die weiteren Sessions bietet sich eine Ausweitung auf die europäischen Nachbarländer und damit auf das edgeryders Netzwerk an.

Über die folgenden Punkte möchten wir diskutieren, uns gleichzeitig aber nicht darauf beschränken

Wir möchten hier im Forum den Dialog starten, mit Perspektiven und Erfahrungen von Kulturschaffenden und Liebhabern um so den thematischen Rahmen der Sessions zu finden. Hier einige erste Punkte über die wir nachdenken und die wir spannend finden:

  • Corona hat überall systemische Schwachstellen aufgezeigt. Welche waren es in der Kultur? Wo oder warum sind Künstler/kulturelle Institutionen besonders anfällig und was sollten wir tun, um Kultur resilienter zu gestalten bzw. besser abzusichern? Und vor allem, wie können wir uns gegenseitig dabei unterstützen? Auch über Sparten- und Ländergrenzen hinweg?

  • War Corona auch für die Kultur gleichzeitig ein Katalysator? Hat es (längst überfällige) Entwicklungen angestoßen? ZB im digitalen Raum? Wer hat welche interessanten Formate/Ansätze in dieser Zeit entwickelt und würde sie mit uns teilen? Gilt auch in der Kultur das Motto: Change by disruption?

  • Corona hat alle Gesellschaftsbereiche für das Thema der Nachhaltigkeit sensibilisiert. Wird soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltig seit Corona auch (verstärkt) in der Kultur gedacht. Wenn ja wie? Hat es möglicherweise zu einem anderen Selbstverständnis des Tuns im kulturellen Feld geführt? Wie können wir den Aspekt der Nachhaltigkeit in der Kultur stärken bzw wie kann Kultur ihrerseits dazu beitragen?

  • Kultur hat eine gemeinschaftsbildende Kraft. Wie kann diese existenzielle Qualität auch in Krisen-Zeiten praktiziert und gesichert werden? Welche neuen Strategien und Methoden bilden sich hier heraus?


Format und praktische Informationen

  • Einige Teilnehmer werden das Gespräch eröffnen und ihre Erfahrungen in kurzen Input-Statements vorstellen. Danach können alle Anwesenden über ihre Projekte berichten und sich an der Diskussion beteiligen. Auf diesem Weg können alle erfahren, wie andere mit Herausforderungen umgehen und welche Strategien funktionieren.

  • Für wen ist diese Sitzung gedacht? Kultur-Passionisten aller Art - KünstlerInnen, IntendantInnen, ZuschauerInnen, also Menschen, die Kultur machen, sie im weitesten Sinne ermöglichen und Menschen, die sie goutieren. Die Teilnehmenden sind eingeladen, mitzumachen und persönliche Erfahrungen auszutauschen. Bringt die Fragen mit, die euch auf den Nägeln brennen!

  • Sprache: Deutsch, bei Bedarf mit Übersetzung für Englisch


Wer sollte an der Sitzung teilnehmen?

Jede/r die/der ein Interesse an der Zukunft der Kultur in Deutschland hat, und dazu die eigene Erfahrung oder eine Perspektive miteinbringen möchte.

Wir werden hier einige Initiativen auflisten, von denen wir uns gern inspirieren lassen wollen.

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